20 Stunden benötigt Frank Kreye dafür, einen Klotz Holz in ein filigran gearbeitetes Nashorn zu verwandeln. Arbeitszeug für diese Aufgabe ist in erster Linie eine Kettensäge. Wie man sie richtig führt weiß Frank Kreye, Holzkünstler aus Rastederberg.

Holzkunst ist mehr als ein Hobby, es ist ein besonderes Talent welches in erster Linie eine ruhige Hand erfordert. Ein falscher Schnitt und schon ist das Werk ruiniert. Dabei ist Ausdauer gefragt, denn es kann schon einmal viele Stunden dauern, bevor das gewünschte Ergebnis zum Vorschein kommt. Von einem etwa 700 kg schweren Holzklotz bleiben am Ende oft nicht mehr als 200 Kilo über, der Rest ist Verschnitt, so zumindest bei Frank Kreye.

Von der einfachen Bleistift-Kontur zur fertigen Skulptur

Für Frank Kreye ist die Arbeit mit Eichenholz dabei von besonderem Vorteil, denn dieses ist beständiger als vergleichbare Holzsorten, wenngleich es in der Bearbeitung auch härter und widerstandsfähiger ist. Was sich alles aus einem einfachen Klotz Holz herstellen lässt, zeigt sein bekanntestes Ausstellungsstück, ein Trecker mitsamt Anhänger komplett aus Holz. Den Anfang macht ein Bleistift, den damit kommen erste Konturen auf den Klotz. Dann kommt die Kettensäge zum Einsatz und formt Stück für Stück die gewünschte Skulptur.

Anzusehen sind die Meisterwerke des 51jährigen CnC-Fräsers unter anderem im Rhododendronpark in Linswege. Mit etwas Glück können Interessierte hier sogar live zuschauen, wie eine neue Skulptur entsteht. Da der Künstler hauptberuflich noch immer in seinem alten Beruf tätig ist, verlegt er seine Arbeit in der Regel auf die Nachmittage und Wochenenden. Dann sprudelt die Kreativität und neben Tieren und Traktoren entstehen allerhand hübsche Skulpturen. Manche gefertigt aus einer puren Laune heraus, andere sind Auftragsarbeiten der Gemeinde oder von privaten Auftraggebern die sich einfach etwas Besonderes im Garten oder Vorgarten gönnen wollen. Alle sind einzigartig.

Quelle: www.nwzonline.de